..und Sie tun das alles um Gottes Lohn, oder doch nicht?

screen und ganze Story: FAZ.net

Diese Frage, die man auch als dumm oder naiv bezeichnen kann, stellte ich heute Bettina Schörgenhofer, vor kurzen noch Koordinatorin im Hospiz-Dachverband der Caritas der Erzdiözese Wien, beim „derstandard.at„- Chat …
Nun in der Stabstelle zur Geschäftsführung für Innovation und Organisationsentwicklung und Mitinitiatorin von „Gegen Unrecht“, über die unbedingte Einhaltung von Kinderrechten und 100.000 Unterschriften, die ein neues Bleiberecht fordern….
Sie spricht auch als Leiterin der Wohnungslosenhilfe (für obdachlose Ausländer natürlich) in den Medien….(diepresse.com)
Natürlich bekam ich keine Antwort auf diese Frage (habe ich auch nicht erwartet) und stellte sie „Google“, um mehr über die Caritas zu erfahren….
Interessant die Lektüre der FAZ.net zu dem Thema: Die heimlichen Wohltäter
(04. Dezember 2006)  „Herzen öffnen“ heißt die CD, die das Deutsche Rote Kreuz alljährlich zur Adventszeit verschickt. Mary Roos und Bernd Clüver singen „Alle Jahre wieder“ oder „Stille Nacht“. Die Deutschen werden eingestimmt in die große Weihnachtsspendenaktion der Wohltätigkeitsorganisation: Wo Herzen sich öffnen, öffnen sich auch die Geldbeutel.  Nächstenliebe hilft nicht nur den vielen Bedürftigen. Die organisierte Menschenfreundlichkeit nährt zugleich eine gigantische Wohltäterindustrie. Mit 80.000 hauptamtlich Beschäftigten ist das Rote Kreuz eher ein kleiner Player…..(siehe screen oder besuchen Sie den Link)

screen & Story: FAZ.net

So schreibt die „Frankfurter Rundschau“ (jüngeren Datums: 4.11.10) unter dem Titel: Das Geschäft mit dem Mitleid u.a.. folgendes:
Mehr als zwei Milliarden Euro spenden die Deutschen pro Jahr an gemeinnützige Organisationen – ohne eine nachprüfbare Gegenleistung zu erhalten. Es ist ein Geschäft mit hohen ethischen Erwartungen. Ein gigantisches Geschäft mit dem Mitgefühl und der Nächstenliebe. Mit einem grenzenlosen Vertrauensvorschuss von Seiten der Spender.  Misswirtschaft bei Wohltätern  Wer hinter die Kulissen schaut, entdeckt oft auch grenzenlose Intransparenz und Misswirtschaft bei manchen Wohltätern. Kaum ein Spender erfährt wirklich, wie viel von seinem Geld in der Organisation versickert. Wie viel Geld für Werbung, Personalkosten und Verwaltung ausgegeben wird. Wer überlegt schon, wie teuer der Fernsehspot zur besten Sendezeit war? Wie viel der Druck der Hochglanzbroschüre mit den Farbfotos der Waisenkinder gekostet hat?  Nur in krassen Fällen nimmt die breite Öffentlichkeit Notiz vom Innenleben der Organisationen. Dann, wenn etwa Unicef Deutschland wegen verheimlichter hoher Provisionszahlungen an Spendenwerber ihr Gütesiegel abgeben muss. Oder wenn die gemeinnützige Berliner Treberhilfe gGmbH wegen eines Maserati als Dienstwagen ins Gerede kommt. Dabei sind gemeinnützige Organisationen auch etwa im Bereich der Kultur und des Umweltschutzes nur Treuhänder des Spendengeldes, doch sie wirtschaften damit intern manchmal nach Gutsherrenart und sehr oft ohne wirkliche Kontrolle.  Das soll sich jetzt ändern: Transparency International hat namhafte Organisationen für eine vielversprechende Transparenz-Initiative versammelt, die am Mittwoch auch öffentlich präsentiert werden soll. Der Anspruch ist groß: Transparency will nach FR-Informationen die gesamte gemeinnützige Branche dazu bringen, sich freiwillig auf verbindliche Richtlinien festzulegen. Mit dabei: Ärzte ohne Grenzen und renommierte Dachverbände wie der Deutsche Spendenrat, der Venro-Verband deutscher Nichtregierungsorganisationen in der Entwicklungshilfe und der Zusammenschluss der professionellen Spendenwerber…
und am Ende des Berichtes:
Appell an Diakonie und Caritas  
„Es geht darum, Transparenz-Standards für den gesamten Markt einzuführen“, sagt Frank Dörner, Chef der Ärzte ohne Grenzen. „Spender müssen eine klare Aussage bekommen, was mit ihrem Geld gemacht wird.“ Im gemeinnützigen Sektor seien viele „noch weit davon entfernt, solche Informationen offen zu legen“.  Und Helmut Anheier, Gründer des Zentrums für soziale Investitionen und Dekan der Hertie School of Governance, meint: „Wer sich um Transparenz nicht kümmert, könnte künftig zu den Verlierern zählen.“ So habe Deutschland etwa den zweitgrößten Stiftungssektor der Welt. „Aber wir wissen so wenig darüber, wer dort wen unterstützt“. Es fehlten auch noch die Wohlfahrtsverbände. „Es wäre toll, wenn auch Diakonie und Caritas mitmachen würden“, wirbt Anheier.
Mein Fazit: Ein lukrativer Baum (nicht Ast) des gigantischen Wirtschaftsfaktors Kirche…
und missionieren ist gratis dabei. Ein „Danke“ an „Mutter Bettina“—-

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Über strichfilosof

Ex-Zuhälter, Ex-Dealer, Ex-Ein- und Ausbrecher, Ex-Knacki, Ex-Artist. Lebte über 12 Jahre in Spanien an der Costa Blanca, nun in Kärnten (A) Heute unbescholten und seit 1993 straffrei. Manche werden vielleicht sagen: Einmal Aussenseiter, immer Aussenseiter...
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Eine Antwort zu ..und Sie tun das alles um Gottes Lohn, oder doch nicht?

  1. Anonymous schreibt:

    Eine gute Frau eben,
    und unterm Krummstab
    lässt es sich gut leben 😉
    Gerhard T., Innsbruck

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