Strassenstrich-Verbot oder "Wo sind die "Weiber"?

Wien sperrt den „Sex-Discounter“ Praterstrich. Wo „Rent a Girl“ noch auf Kundschaft wartet, werden in Zukunft StudentInnen auf den Bus warten und Dozenten plus Professoren auf das, was sie für wichtig halten. 
Der Grund der „Schließung des „nicht-Weltkultur-Erbes“ ist, laut Leopoldstat-Chef Gerhard Kubik: „Durch Unis und Studentenheim wird die Gegend zum Wohngebiet und damit ist Prostitution untersagt“. Im Raum bleibt ein ungesagtes Schlusswort schweben: „Basta“! Also eine endgültige Sperrstunde!
Früher sagte man „Babystrich“ zu der Gegend im Schatten des Riesenrades und in der sommerlich permanenten Dunstwolke von gegrillten „Stölzen“ („Schweinshaxe“) und dem besten „Krügerl“ (ein „Halbes“) Europas, (Nein, der ganzen „Bier-Welt“!) „Budweiser“ vom legendären „Schweizerhaus“. 
Viele Strizzis, Stoßspieler, Unterweltler und noch mehr „Burenhäutl-Strizzis*“ samt „Wochend-oder Hobby-Gangster“ starteten dort ihre (verhängnisvollen) „Karrieren“ und „Affätren“, die oft am „Felsen“ (Synonym für die „legendäre“ JVA Stein an der Donau) endete, oder zur „fachlichen Weiterbildung“ genützt wurde….
Ausgerissene (Schul-) Mädchen und „frischgflachte“ Provinzlerinnen fanden im Prater Männer, die ihnen einen Unterschlupf, Geld und auch den kalten Hauch von Geborgenheit boten. Aber auch Nobel-Huren wie Inge K. starteten dort ihre „Laufbahn“. Für ihren „Alten“ Franz K. war sie nicht nur Hure sondern auch sein „Stellvertreter“ und dirigierte als „Reserve-Strizzi“ von ihrem offenen, pinkfarbenen Caddilac die „Nebenbräute“…
Sie starb in den achtzigern durch einen tödlichen Tritt auf die Brust. Natürlich nicht vom Franz, sondern von ihrem Reitpferd…. 
Nun soll der Strich „ausradiert“ werden. Die vielen Damen aus Afrika oder dem ehemaligen Ostblock (Österreicherinnen ohne Migranten-Hintergrund sind und waren dort schon lange Mangelware“) werden natürlich „sofort“ nach der „Sperrstunde“ ihre Präservative ins verurinierte Eck schmeissen, und, je nach Bildungsgrad, Regalbetreuerinnen in Supermärkten oder Putzfrauen werden…
Nimmt vielleicht der Herr Stadthauptmann Kubik an.
Ein Stück Wiener (Kriminal-) Geschichte wurde eigentlich schon mit der Ostöffnung unfeierlich aufgebahrt und nun soll sie endgültig eingeäschert werden…
Was sollen jene Unterschicht-Geilisten sagen, die nach dem Motto „nicht nur Geiz ist geil“ ihre Runden um den Prater drehten? 
Ins teurere und noblere Laufhaus ausweichen? Sich den Wixer-Blues von Georg Danzer reinziehen?
Bald wird so mancher brunftige Autofahrer, wie die Wiener Kult- Band „Alkbottle“ reagieren, und verzweifelt „Wo san die Weiber“ in die Praterauen brüllen….
*„Burenhaut“ mit Senf: Hält in Wien den Status wie in Berlin die „Curry-Wurst“ und „Burenhäutl-Strizzis“ (waren) sind jene Typen, deren „Bana“ (kommt von „Gebeinen“) gerade mal so viel Geld verdienten, um sich ein „Burenhäutl“ zu leisten….



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Über Strichphilosoph

Ex-Zuhälter, Ex-Dealer, Ex-Ein- und Ausbrecher, Ex-Knacki, Ex-Artist. Lebte über 12 Jahre in Spanien an der Costa Blanca, nun in Kärnten (A) Heute unbescholten und seit 1993 straffrei. Manche werden vielleicht sagen: Einmal Aussenseiter, immer Aussenseiter...
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