Prostitution: Politischer Schein-Kampf gegen Windmühlen…

Also sprach kein Zarathustra, sondern die Bundesfrauengeschäftsführerin der SPÖ, Frau Andrea Brunner: „Flatrate-Bordelle sind menschenverachtende Einrichtungen, in denen Frauen als billige Massenware behandelt werden“, so Brunner. „Dass in Österreich wahrscheinlich demnächst zwei solcher Betriebe eröffnet werden sollen, empört mich. Diese Entwicklung müssen wir verhindern.“…

…Auch Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) steht „fest wie ein Felsen“ hinter dieser Forderung. wie auch die Grünen. „Ich sehe das sehr kritisch, finde es sehr gefährlich und habe große Zweifel, dass die Frauen in diesem System gerecht bezahlt werden“, sagte Frauensprecherin Berivan Aslan zur kolportierten Eröffnung zweier Betriebe mit 1. April.

Quelle: derstandard.at

Hört sich gut an! Natürlich werden die Betreiber von Bordellen nicht aus „menschenfreundlichkeit“ diese „Stätten der zwanglosen Begegnung“ eröffnen. Aber tut das nicht jeder Konzern oder auch einfache Betrieb? Arme Menschen mit wenig Bildung wurden schon immer ausgenützt. Wie täglich die vielen Leih-, Aushilfs- oder Saison-arbeiterInnen oder ErntehelferInnen besonders ausgenützt werden. Mit wohlwollender Duldung des Staates. Von den mickrigen Löhnen in anderen Job-Bereichen reicht der Platz in diesem Journal gar nicht, um sie alle aufzuzählen.

An die „Bildungsarmut“ reiht sich dann die echte Armut, an der aber viele verdienen. Wie die privaten „Verleiher“ von „Leasing-oder Zeit-Arbeitskräften“… 

Nun frage ich die oben im Artikel zitierten Frauen aus der gut verdienenden Oberschicht, wo da der Unterschied zwischen einer ausgenützten (Hilfs-) Arbeiterin (besonders betroffen) und einer Prostituierten sei? Letztere hat wenigstens die Chance, wenn sie spart und sich einen Zuhälter „erspart“, ein neues Leben „danach“ zu beginnen….

Darum ertönt von dieser (Web-) Seite ein, wenn auch sehr zurückhaltendes und gedämpftes „JA“ zu diesen billigen „Bordell-Ketten“, die kaum von verwöhnten „Sex-Gourmets“ besucht werden. Aber auch kaum mit Spitzenfrauen aufwarten wird. 

Wie eben die billigen Lebensmittel und „Ramsch-Sonderangebote“ von Discountern immer „unter sich“ bleiben, und echt teure, aber echte „Luxusartikeln“ dort keinen Platz finden….

Aber auch Einkommensschwache haben Hunger nach Sex und ob sich die Frauen so richtig darauf freuen für 300 Euros von Jedermann am Tag abfi…. lassen (müssen?) kann man sehr bezweifeln! Das „gehauchte“ Ja des Herausgebers zu dem Projekt ist daher kaum hörbar, denn nicht nur Prostituierte werden ausgenützt! Fragen Sie nur mal LeiharbeiterInnen, PraktikantInnen etc….

 

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Über strichfilosof

Ex-Zuhälter, Ex-Dealer, Ex-Ein- und Ausbrecher, Ex-Knacki, Ex-Artist. Lebte über 12 Jahre in Spanien an der Costa Blanca, nun in Kärnten (A) Heute unbescholten und seit 1993 straffrei. Manche werden vielleicht sagen: Einmal Aussenseiter, immer Aussenseiter...
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