Gedanken über Ghostwriter, Schriftsteller, Jaques Mesrine und auch Bonny & Clyde….

Bei meinem bald erscheinenden Buch wäre folgender Weg ein erfolgreicherer und bequemerer Erfolgsweg gewesen: Einen Journalisten als Ghostwriter zu engagieren, und dem ein paar ordentlich aufgebauschte oder erfundene Geschichten erzählen.
Für mein Ego wäre das aber nicht befriedigend gewesen. Ich will meinen eigenen, pointierten Schreibstil präsentieren und ich mich auch nicht als „guten“ Ganoven a la „Robin Hood“ verkaufen.
Würden vielleicht Maler, Architekten oder Bildhauer einen „Lakaien“ beauftragen Werke in ihren Namen zu produzieren? Nein“! Vielleicht mal was klauen. Wie oft auch in der Musik-Branche….
Aber Ghostwriter haben auch einen Vorteil, der sehr schwer wiegt: Sie kennen genug Kollegen von den Medien, die für ein kräftiges Echo und PR sorgen. Auch wenn „alles nur gelogen“ oder einfach ein literarischer „Schas“ ist und oft kaum den Tatsachen entspricht.
Ich habe einige geschenkte Biografien von Politikern, wie von Kohl oder Clinton in meinem Bücherschrank stehen, aber noch keines Blickes gewürdigt.
Hauptsache man kann den oft professionell gezeugten Furz pompös in medialer Verpackung, im Blitzlichtgewitter an die Leute bringen….(aber es gibt auch genug, oder leider zu wenig Ausnahmen)
Als ich mein erstes Buch „BLÖDSINN“ publizierte, (ich wude dafür auch eines Stipendiums für würdig befunden) berichteten nach einem FOCUS-Artikel (siehe meine Seite) ein Jahr lang fast ausschließlich deutsche Medien und sämtliche private TV-Anstalten in Deutschland (auch NZZ) über mein Buch und mich. Es folgten auch viele Einladungen zu Talk-Shows und TV-Magazinen.
Erst fast ein Jahr später wurden auch öst. TV-Sender und Magazine auf mein Buch und mich aufmerksam. Darunter auch der ORF.
Ohne gute „Freunderln“ geht halt fast nichts mehr in „Sachen“ kurzlebiger Kunst und Gunst….
Meine literarischen „Helden“ wie ein Charles Bukowski, Ephraim Kishon, oder Loriot, wären mit „Ghostwritern“ heute keine Begriffe, die eigentlich jeder kennen sollte. Einer meiner literarischen Idole konnte seine Lebensgeschichte nicht mehr ganz fertig erzählen. Während seines Gefängnisaufenthaltes und vor seinem Ausbruch aus dem Knast schrieb Jaques Mesrine 1977 seine Autobiographie. (Der Todestrieb)
Am 2. November 1979 stoppte die Polizei seinen BMW mit einem Lastwagen, aus dem heraus Angehörige der Polizei ohne Vorwarnung 21 Schüsse auf den „Staatsfeind Nr.1“ (Frankreich, Kanada) abgaben. 19 Kugeln trafen Mesrine durch die Windschutzscheibe, vor allem in Oberkörper und Kopf. Die Verlobte auf dem Beifahrersitz wurde verletzt…..
Noch mehr Schüsse ohne Vorwarnung wurden nur auf das Gangsterpärchen „Bonny & Clyde“ abgefeuert. Ihr (gestohlener) Ford wurde 1934 von den Fahndern mit 167 Kugeln aus automatischen Waffen, Schrotflinten und Pistolen durchsiebt und jeder von ihnen von ca. 50 Kugeln tödlich getroffen……
Bonny & Clyde: Wahre Liebe bis zum zum Tod……
PS: Politische Statements werden von mir nicht mehr veröffentlicht…..
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Über strichfilosof

Ex-Zuhälter, Ex-Dealer, Ex-Ein- und Ausbrecher, Ex-Knacki, Ex-Artist. Lebte über 12 Jahre in Spanien an der Costa Blanca, nun in Kärnten (A) Heute unbescholten und seit 1993 straffrei. Manche werden vielleicht sagen: Einmal Aussenseiter, immer Aussenseiter...
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